Bestellungen in unserem Shop sind nur für registrierte Kunden möglich.

Softswitch


Übertragungsnetze der nächsten Generation

Softswitch

 

 

Die rasche Verbreitung von IP-Anwendungen und deren Nutzung bis in den Privatbereich stellt Netzbetreiber zum einen vor große Herausforderungen bezüglich der möglichen Netzstrukturen des Telekommunikationsnetzes, zum anderen bieten sich große, noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten der Differenzierung im Wettbewerb. In diesem Zusammenhang wird nachfolgend auf die Struktur eines zukunftsweisenden, IP-basierenden Telekommunikationsnetzes mit dem Schwerpunkt IP-Sprachvermittlung (Softswitch) eingegangen.

 

Softswitch Ansatz - Übertragungsnetze der nächsten Generation (II)

Der Softswitch ist eine Systemeinheit, die Dienste und Übertragungstechnik getrennt voneinander bereitstellt. Somit wird die zentralisierte Struktur einer konventionellen TDM basierten Sprachvermittlungsstelle in ihre drei wesentlichen Bestandteile aufgebrochen:

Hierbei entsprechen der Media-Gateway-Controller (Call-Agent), die Media-Gateways und die Signalling-Gateways den drei wesentlichen Bestandteilen eines konventionellen Sprachvermittlungssystems. Media- und Signalling-Gateways sowie der Media-Gateway-Controller (Call Agent) bilden zusammen ein verteiltes Vermittlungssystem. Der Begriff Softswitch ist auf die Software zurückzuführen, die eine verteilte Steuerung der einzelnen Einheiten erlaubt. Die Software, installiert auf konventionelle Rechnersysteme, übernimmt die Verbindungssteuerung. Somit ist die Implementierung neuer Dienste, Funktionen oder die einfache Weiterentwicklung dieser Systeme wesentlich einfacher und schneller realisierbar als in den klassischen Vermittlungssystemen.

Durch die Trennung der Media-Gateway-Funktionalität von den anderen Gateway-Komponenten ist der Netzbetreiber in der Lage, völlig neue, flexible Netzstrukturen aufzubauen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit die Media-Gateways auch für die Realisierung von Festverbindungen einzusetzen und somit zusätzliche Kosten, wie z. B. für die Vernetzung von TK-Anlagen und LAN-Interconnction einzusparen.

Der Media-Gateway-Controller (Call Agent)/Softswitch ist die zentrale Komponente in einem Übertragungsnetz der nächsten Generation. Der Softswitch ist verantwortlich für die Bearbeitung und das Management sämtlicher Ressourcen. Er sorgt für den Verbindungsauf- und -abbau, die Steuerung der Kommunikationsverbindungen sowie die Steuerung der Media-Gateways über das MGCP/H.248- Protokoll, einschließlich dem Billing.

Das Signalling-Gateway (SG) als dritte wesentliche Komponente ist für die Terminierung und die Emulation von SS7-Verbindungen zuständig. Es übersetzt SS7-Nachrichten in IP-kompatibles Format. Ein konvergentes in sich geschlossenes Netz ohne Verbindung nach außen in das PSTN benötigt kein Signalling-Gateway.

Das Zusammenspiel der oben beschriebenen drei Einheiten funktioniert in der Art, dass das Signalling-Gateway die SS7-Signalisierungsnachrichten aus / in das PSTN einschließlich dem Verbindungsauf- und Verbindungsabbau für den Call Agent (Media-Gateway-Controller) terminiert und übersetzt. Der Call Agent (Media-Gateway Controller) informiert das Media-Gateway über den gewünschten Verbindungsaufbau. Nach dem Verbindungsaufbau stellt das Media-Gateway Funktionen für Komprimierung und Dekomprimierung der Sprache sowie für den Medienübergang während der gesamten Verbindungsdauer bereit.

Durch die konsequente Ausrichtung auf das Internet und die Unterstützung neuer Protokolle, wie SIP, MEGACO/H.248 oder BICC, aber auch der wichtigen konventionellen Funktionen, wie Authentifizierung, Autorisierung und der Abrechnung (Billing), ermöglicht der Softswitch-Ansatz übergreifende Funktionen und die Bildung heterogener Netze.

Die Aufgabe der Media-Gateways (MG) besteht im Wesentlichen in der Durchführung von Komprimierungen und Dekomprimierungen von Sprachsignalen. Aufgrund der Tatsache, dass unterschiedliche Codec-Varianten, wie G.711 oder G.723 im Markt verfügbar sind, muss das MG in der Lage sein, diese unterschiedlichen Varianten zu verstehen und umzusetzen.

                                                                                                   

Class 4/5 Systeme

Dass die IP-basierenden Netze mit den daraus resultierenden neuen Möglichkeiten (Stichwort: Next Generation Network, kurz NGN genannt) längst nicht mehr im Entwicklungsstadium sind, ist allgemein bekannt. In diesem Zusammenhang kommt das Session Initiation Protocol (SIP) zum Tragen. Neue Dienste für den Konsumerbereich, wie die Sprachübertragung über Datennetze (Voice over IP, kurz VoIP) und moderne Applikationen (Unified Messaging, kurz UMS) finden ihre Verbreitung.
Dies führt zu einer sukzessiven Veränderung des alternativen Carrier-Marktes. Doch dadurch bieten sich wirtschaftlich und technisch interessante Möglichkeiten solche Netze sanft zu migrieren, um die neuen Anforderungen des Marktes zu bedienen.
3M Services GmbH bietet im Rahmen von diversen Partnerschaften die passenden Technologien. Solche Softswitch-Systeme ermöglichen das Zusammenschalten unterschiedlicher Netzinfrastrukturen, also den vorhandenen TDM-basierenden-Netzen (Anbindung über QSIG, DSS1, SS7, V5.2) mit den modernen IP-basierenden VoIP-Netzen (Anbindung über SIP, MGCP).
Des Weiteren kann durch die Skalierbarkeit ganz individuell die entsprechende Teilnehmergröße berücksichtigt werden. Wichtige Applikationen wie Kundendatenbanken, Billing-Systeme oder Lawful Interception können ebenfalls über ein Softswitch-System abgedeckt werden. Die entsprechende Redundanzmöglichkeit der aktiven Systemkomponenten (System-CPU, Ports, Netzteile und Lüfter) erlaubt eine hohe Verfügbarkeit (99.999%) für ein entsprechendes Niveau gegenüber den Kunden.
Ein weiterer positiver Effekt ist der leicht zu implementierende Einsatz von Überwachungssystemen (Lawful Interception), die von der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Rahmen der TR TKÜ-Verordnung vorgegeben wird. Dort heißt es, dass die alternativen Carrier bei bestimmten Teilnehmergrößen (in Abhängigkeit der Dienste eMail, Sprache, Fax, Mobilfunk, etc.) solch ein Überwachungssystem bereit stellen müssen, um aufkommende Anfragen von Justizbehörden bedienen zu können.



Cirpack Multinode B

Der Cirpack MultiNodeB ist eine sehr flexible und modulare Class 4/5-Softswitchlösung. Bei der MultiNode-B-Plattform handelt es sich um eine integrierte Lösung basierend auf einer IMS/TISPAN-Architektur, die gleichzeitig sowohl alle gängigen VoIP-Protokolle, wie SIP, SIP-T, MGCP, NCS als auch TDM-Anschaltungen und Protokolle, wie INAP, V5.2, PRI, DSS1, etc. unterstützt. Darüber hinaus verfügt die Plattform über eine im Markt einzigartige, integrierte IP-Centrex-Lösung. Als Marktführer in Europa sind inzwischen mehr als 300 Cirpack Softswitch-Systeme in mehr als 100 kommerziell genutzten Netzen im Einsatz.


Cirpack Session Border Controller

Der Cirpack Session Border Controller (SBC) stellt einen Abgrenzungspunkt zwischen zwei VoIP-basierten Netzen dar.
Mit dem Cirpack SBC lassen sich Signalisierung und Medienströme steuern und kontrollieren. Dieser bietet die notwendigen Sicherheitsmechanismen für Dienstanbieter wie Schutz vor unberechtigten Zugriffen, Schutz vor Leistungsmissbrauch (DoS/DDoS Angriffe) sowie vor versteckten Netztopologien.

Managed Services

Das Serviceangebot der 3M Services GmbH umfasst u.a. ein Lawful Interception Center (LIC). Betroffenen Carriern und Providern, die im Rahmen der TR TKÜ-Verordnung Überwachungssysteme (Lawful Interception - LI) bereitstellen müssen, unterschützen wir durch diese Überwachungsdienste. 3M Services bietet Netzbetreibern die notwendige Beratung, Hard- und Software, sowie Dienstleistung an.

Schaubild Lawful Interception (PDF 102 KB)

  

IN Lösungen 

Anwenderbericht: Einsatz Voice SafeGuard

 

 

                               

IN - Intelligentes Netz, was ist das?

Bei dem Intelligenten Netz (IN) handelt es sich um eine diensteorientierte Applikationsplattform, welche auf vorhandene Telefonnetze aufsetzt. Mit der von 3M Services angebotenen Telsis IN-Plattform OSP (Ocean Service Plattform) können auf einfache Weise neue und zusätzliche Services bereitgestellt werden. Hierbei kann es sich sowohl um Services handeln, die zur Optimierung interner Prozessedienen, 
wie z. B.:

  • Routingservices zur Reduzierung der Interconnection Gebühren wie
    • Leased Cost Routing
    • Local Number Portability
  • Optimierung & Zentralisierung der Routinglogik über eine heterogene Switching Infrastruktur
  • Antifraud-Schutz in Echtzeit bei Gesprächsaufbau durch die Applikation Voice SafeGuard

aber auch um Services, die der Ergänzung des eigenen Portfolios dienen, wie z. B.:

  • Einfach nutzbarer Voice Konferenzservice über die Applikation Link Call
  • Dynamische Black-/Whitelist Funktionen zum Schutz unerwünschter Teilnehmer bzw. direktem Durchstellen autorisierter Teilnehmer über die Applikation Parental Control
  • Bereitstellen von Service Rufnummern in Kombination mit einem Selfcare Portal zur Konfiguration von Inbound Callflows mit der Applikation Ocean Service Manager

Die Stärke dieser Plattform liegt nicht nur in der Bereitstellung bestehender Services, sondern auch in der Generierung kundenindividueller Dienste. Diese können durch den Carrier selber schnell und auf einfachem Weg über eine grafische Umgebung zur Generierung von Services, das OSP Map Studio, erstellt werden. Die Plattform gestattet den Betrieb von nahezu beliebig vielen parallelen Services.

 

Ziele/Nutzen für den Netzbetreiber:

 

                               

 

   

  • Zusätzliche Einnahmen generieren
    • z. B. durch Servicenummern (0800, 0900, ...)
    • auch vom Endkunden konfigurierbar, spezielles Endkunden- Routing, ...
  • Betrieb vereinfachen
  • Probleme lösen, z. B. Kreisrouting vermeiden
  • Kosten reduzieren durch
  • LCR, LNP, MNP, geringeren Betriebsaufwand, Vermeidung von Tromboning, ...)

Hierdurch kann der Betreiber schnell und flexibel auf neue Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen reagieren.

Durch offene Datenbankschnittstellen, einem grafischen Service Creation Environment für den Betreiber und einem webbasierten Kundenportal können neue Dienste schnell und komfortabel erstellt und integriert werden.


Weiterführende Informationen zur Ocean Services Plattform

 

Telekommunikationsüberwachung

Managed Services

Telekommunikationsleistungen Outsourcen: Lawful Interception

3M Services bietet die notwendige Beratung, Hard- und Software, sowie Dienstleistung für den outgesourcten Betrieb von Netzbetreibern. Bei Bedarf bieten wir den Kauf einer eigenen Plattform, bei dem der Dienst vom Netzbetreiber selbst erbracht wird.

 

Lawful Interception

Das Serviceangebot der 3M Services GmbH umfasst u.a. ein Lawful Interception Center (LIC). Betroffenen Carriern und Providern, die im Rahmen der TR TKÜ-Verordnung Überwachungssysteme (Lawful Interception - LI) bereitstellen müssen, können wir diese Überwachungsdienste anbieten, damit sie sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Zu klärende Fragen wie die gesetzlichen, organisatorischen und juristischen Richtlinien, als auch Erweiterungen bezüglich des benötigten technischen Aufwands bleiben so erspart und sichern den Unternehmensumsatz durch freibleibende Investitionen in Kerngeschäfte.

Voice Messaging/Unified Messaging System (UMS)

NGN - Applikation Unified Messaging

In den Telekommunikationsnetzen werden Sprachdienste in steigendem Maße auf IP-Basis übertragen. "Voice Messaging" ist dabei ein Schlüsselelement, um den Internetzugang mit modernen Sprachdiensten zu verbinden. Die dadurch entstehenden Mehrwerte für den Kunden bedeuten andererseits für den Carrier eine verbesserte Kundenbindung sowie gesteigerte Einnahmen dank neuer Geschäftsmodelle.

Die von 3M Services angebotene Lösung gewährleistet den Investitionsschutz für die Next Generation Networks (IMS konform) und zeichnet sich u.a. durch folgende Leistungsmerkmale aus:

  • Kosteneffektive hochskalierbare Lösung
  • Keine proprietäre Hardware
  • Kommerziell in weltweiten Netzen erprobte und robuste Carrier-Class Soft- und Hardware
  • SLAs mit 99,999% Verfügbarkeiten durch Clustering und Load Balancing
  • Umfangreiche Leistungsmerkmale (Voice/Video menus, Email, SMS, WEB, XML, VXML, ASR, TTS, T38 (Fax), Video)
  • Flexibel durch Einsatz unterschiedlicher Medien (leitungsgebundene- oder Mobilfunk-Peripherie, PC/Webseiten)
  • Low cost of ownership (open code, einfache Adaptierung hinsichtlich zukünftigerMarktanforderungen)
  • Anschauliche selbsterklärende Administration sowie einfaches Monitoring
  • Alle Standard-VoIP-Protokolle werden unterstützt
  • Unterstützung für unterschiedliche Sprach- & Video- Codes (G711alaw, G711ulaw, G729, H263)
  • 100%ige Integration/Interoperabilität in herkömmliche TDM- und zukunftssichere Softswitch-Systeme

Es handelt sich um ein an die aktuellen und künftigen Anforderungen des Marktes angepasstes, schlüsselfertiges System, das für alle Carrier, ISPs sowie die Betreiber großer Unternehmensnetzwerke geeignet ist.